Stiftung Warentest: Schlechte Noten für Holzspielzeug


Holzspielzeug genießt einen guten Ruf. Tradition, Sicherheit, Robustheit und eine Spur Naturverbundenheit werden von vielen Eltern assoziiert, wenn sie ihren Kleinsten Spielwaren aus dem organischen Werkstoff unter den Weihnachtsbaum legen. Aktuell muss das Image von Holzspielwaren jedoch einen herben Schlag verkraften, denn die Stiftung Warentest hat zahlreichen Produkten jüngst ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt.

336941Gefährliche Schadstoffe und Kleinteile

Für die aktuelle Ausgabe 12/2013 nahmen die Tester insgesamt 30 Artikel für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren unter die Lupe, darunter Wagenketten, Bauklötze, Puzzles, Holzfahrzeuge sowie Greif-, Schiebe- und Nachziehspielzeuge. Im Test vertreten waren sowohl Markenprodukte von Haba, Brio, Ravensburg, Eichhorn, Selecta, Heros und Ostheimer als auch Artikel von Warenhausketten wie Ikea, Karstadt, Spiele Max und Toys R Us. Im Ergebnis strafte Stiftung Warentest mehr als die Hälfte der Spielwaren mit schlechten Noten ab. Sieben Produkte wurden mit “mangelhaft” bewertet, neun weitere mit “ausreichend”. Das größte Problem stellen die im Testverfahren nachgewiesenen Schadstoffe dar. Im Lack, Sperrholz oder den Schnüren zahlreicher Spielwaren fanden die Tester gesundheitsgefährdende Substanzen, darunter Stoffe, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern sowie die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. Bei zwei Spielzeugen bemängelten die Tester zudem Kleinteile, anhand derer Erstickungsgefahr droht.

“Made in Germany” kein Qualitätsgarant

Immerhin: Acht der gestesteten Holzspielzeuge wurden mit dem Prädikat “gut” bedacht, zum Beispiel das Greifspielzeug Tut-Tut von Haba oder auch das Magnetische Boot von Brio. Sechs weitere können durch ein akzeptables “befriedigend” ebenfalls relativ bedenkenlos in Kinderhände gegeben werden. Bei der Klassifizierung von gut oder schlecht erweist sich die landläufige Meinung über Schrott aus Fernost und Qualitätsware made in Germany übrigens als Fehleinschätzung. Zwar stammen einige “gute” Spielwaren von deutschen Herstellern, aber beispielsweise auch aus China und Vietnam. Gleichzeitig wurden neben vier “mangelhaften” Artikeln aus China auch zwei aus Deutschland identifiziert.

Tipp: Auf Prüfsiegel achten

Der aktuelle Test zeigt, dass in Sachen Holzspielzeug weder einzelne Herkunftsländer noch bestimmte Hersteller oder Artikelgruppen per se als gut oder schlecht einzustufen sind. Umso schwerer fällt es, den Durchblick zu behalten. Die Stiftung Warentest rät Eltern generell, Spielwaren mit unabhängigen Prüfsiegeln wie beispielsweise dem GS-Label für “Geprüfte Sicherheit” zu bevorzugen. Letzteres garantiere höhere Sicherheitsanforderungen als beispielsweise das CE-Zeichen, welches lediglich die gesetzlichen Vorgaben der EU bestätige. Fünf der 30 von Stiftung Warentest geprüften Holzspielzeuge wiesen ein GS-Siegel auf – drei wurden mit “gut” und je eins mit “befriedigend” und “ausreichend” benotet.

Schnäppchen oder Wucher: Preisprognosen für Weihnachtsgeschenke


In der vorweihnachtlichen Hochsaison der Geschenkejagd lockt der Handel immer wieder mit vermeintlichen Schnäppchen. Tatsächlich aber, so zeigt ein aktueller Bericht des ZDF-Magazins “Drehscheibe Deutschland”, schießen die Preise vieler klassischer Weihnachtsgeschenke in der Adventszeit mit jedem Tag weiter in die Höhe. Deshalb gilt für die meisten Artikel: Cleveres Shopping findet entweder frühzeitig oder erst nach den Feiertagen statt.

675372_web_R_K_B_by_Alexandra H._pixelio.deDie Wucher: HiFi-Anlagen, Spielwaren, Parfüm, Uhren

Exemplarisch für den konstant nach oben zeigenden Preistrend von Weihnachtsgeschenken sind unter anderem HiFi-Kompaktanlagen . Im Vergleich zu deren allgemeinem Preisniveau müssen Käufer während der letzten beiden Adventswochen mit Aufschlägen von bis zu zehn Prozent rechnen. Unmittelbar nach dem Jahreswechsel sinken die Preise wieder auf ihr ursprüngliches Normalniveau. Eine ähnliche, wenn auch deutlich drastischere Entwicklung zeigt sich bei Spielwaren . Deren Preise steigen schon früh vor Weihnachten an und erreichen zu den Feiertagen ein Plus von fast 90 Prozent. Mit Mehrkosten von über 130 Prozent müssen Käufer von Parfüm ab Mitte Dezember rechnen. Hier nutzt der Handel gezielt die Tatsache aus, dass Damen- und Herrendüfte besonders beliebte Last-Minute-Geschenke sind. An der Spitze der Weihnachtswucher stehen mit einem Adventsaufschlag von mehr als 150 Prozent Uhren . Schlechte Nachricht für Spätshopper: Deren Preisniveau befindet sich bereits seit November stark im Aufwind. Ein guter Zeitpunkt zum Uhrenkauf ergibt sich also erst wieder nach dem Jahreswechsel.

Die Stabilen: Fernseher, Kleidung

Wie die Erfahrung vergangener Jahre zeigt, bleiben bestimmte Produktgruppen auch während der heißen Phase des Weihnachtsshoppings kostenstabil. Das Preisniveau von Fernsehern beispielsweise – regelmäßger Aufreger vor großen Fußballturnieren – bleibt im Advent erfreulich konstant. Noch positiver fällt der Weihnachtstrend bei Bekleidung aus. Während die Preise im Dezember zunächst stabil bleiben, sind insbesondere kurz nach den Feiertagen Nachlässe von fast 60 Prozent möglich. Wer im Endspurt der Vorweihnachtszeit preisbewusst schenken möchte, dabei aber weder TV-Geräte noch Mode im Sinn hat, greift am besten zum Gutschein. Denn für nahezu alle Produktgruppen gilt: Nach den Feiertagen gehen die Preise spürbar in den Keller.

Bild © Pixelio, Alexandra H.

Adidas stellt den Brazuca, den Spielball zur WM 2014 vor


Brazuca, der Spielball zur Fußball WM 2014 in Brasilien

Brazuca, der Spielball zur Fußball WM 2014 in Brasilien

adidas präsentierte heute der Öffentlichkeit erstmals brazuca, den offiziellen Spielball für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ in Brasilien. Der Ball wurde bei einer Veranstaltung im Parque Lage in Rio de Janeiro mit einer spektakulären 3D-Lichtprojektion enthüllt.

Eine Million brasilianische Fußballfans hatten im September 2012 bei einem Online-Voting für brazuca als Namen des WM-Spielballs gestimmt. Brazuca ist eine umgangssprachliche Bezeichnung, die „brasilianisch” bedeutet bzw. die brasilianische Lebensart beschreibt. Die Farben und das Design des Balls symbolisieren zum einen die traditionellen bunten Wunscharmbänder, die man in Brasilien trägt, und stehen zum anderen für die Stimmung und den Spaß, der in Brasilien mit Fußball assoziiert wird.

Der brazuca hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren umfassende Testverfahren durchlaufen. Dabei wurde er von mehr als 600 Profispielern und 30 Mannschaften in zehn Ländern auf drei Kontinenten getestet. Er ist der meist getestete Ball, den adidas je entwickelt hat, und für den Einsatz unter allen äußeren Bedingungen geeignet.

Zu den Mannschaften, die den brazuca getestet haben, zählen unter anderem FC Bayern München und AC Mailand. Auch internationale Fußballprofis wie Lionel Messi, Iker Casillas, Bastian Schweinsteiger und Zinedine Zidane waren an den Tests beteiligt. Der Ball – mit einem anderen Aufdruck – kam bereits bei der FIFA U-20 Weltmeisterschaft™ und in einem Freundschaftsspiel zwischen Schweden und Argentinien im Februar 2013 zum Einsatz.

Die in der Blase und Karkasse des brazuca integrierte Technologie ist identisch mit der des Tango 12 (UEFA EURO 2012™), des Cafusa (FIFA Confederations Cup 2013) sowie dem offiziellen Spielball der UEFA Champions League™. Die neue Oberflächenstruktur sowie die einzigartige Symmetrie der sechs identischen Panels verbessern jedoch Grip und Ballgefühl und sorgen für mehr Stabilität und Aerodynamik auf dem Spielfeld. Der brazuca wurde eingehend getestet, so dass er alle FIFA-Anforderungen an einen offiziellen Spielball nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Dies gewährleistet höchste Ball-Performance bei sämtlichen äußeren Bedingungen.

Nationalspieler Lukas Podolski sagte: „adidas macht für jede Weltmeisterschaft tolle Bälle. Und die Weltmeisterschaft in Brasilien wird farbenfroh – daher passt das Design ganz besonders.”

Iker Casillas, Kapitän von Titelverteidiger Spanien, sagte: „Das von Brasilien inspirierte Design des brazuca ist überragend. Nun, da der Ball offiziell vorgestellt wurde, habe ich das Gefühl, dass die WM gar nicht mehr so weit weg ist. Ich freue mich darauf, in Brasilien mit diesem großartigen Ball zu spielen.”

Der brazuca hat sogar einen eigenen Twitter-Account (@brazuca). Der Ball wird in den kommenden Monaten twittern, wenn er Fußballnationen besucht, Stars trifft und an großen kulturellen Veranstaltungen teilnimmt, bevor er am Tag des Eröffnungsspiels im Juni in Brasilien ankommt.

adidas stellt seit 1970 den offiziellen Spielball für alle FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ und wird dies auch künftig tun: Vor wenigen Tagen wurde die Partnerschaft zwischen adidas und der FIFA bis 2030 verlängert.

Eine Übersicht aller WM Spielbälle gibt es auf der Internetseite WM-Ball.com.

Die neue Konsolengeneration: PlayStation 4 vs. Xbox One


Innerhalb weniger Tage haben zuerst Microsoft, dann Sony ihre neuen Konsolen -Flaggschiffe für das Gaming der kommenden Jahre auf dem deutschen Markt veröffentlicht. Xbox One und PlayStation 4 unterscheiden in Bezug auf die grafische Präsentation der Spiele kaum, verfolgen bei ihrer jeweiligen Ausstattung allerdings völlig unterschiedliche Konzepte. Zumindest einen Kritikpunkt müssen sich beide Systeme gefallen lassen: Sie sind nicht abwärtskompatibel. Spiele der Ära PlayStation 3 und Xbox 360 laufen auf den neuen Konsolen nicht.

329716PlayStation 4: Gaming-Purist

Sonys PlayStation 4 ist ab sofort für einen Preis von 399 Euro erhältlich und liegt zum Launch damit um ganze 100 Euro günstiger als die Xbox One. Im Unterschied zur US-amerikanischen Konkurrenz konzentriert sich die Konsole made in Japan weitestgehend auf das reine Gaming. Zwar bietet auch die PS4 Multimedia-Features wie beispielsweise einen Internet-Browser und ein 3D-fähiges Blu-ray-Laufwerk, dennoch richtet sie sich geradlinig an die Zielgruppe der sogenannten Core-Gamer. In ihrer Basisversion kommt die neue PlayStation mit einer 500 GB großen Festplatte, HDMI- und USB-3.0-Anschlüssen, integriertem WLAN und einem in bisherigen Tests hochgelobten Controller daher, der neben den altbekannten Sony-Merkmalen ein Touchpad sowie ein integriertes Move-Modul bietet. Zum Konsolen-Start erscheinen für die PlayStation 4 Exklusivtitel wie Killzone: Shadow Fall und Knack sowie systemübergreifende Blockbuster-Games wie FIFA 14, Call of Duty: Ghosts oder Assassin’s Creed 4: Black Flag.

330241Xbox One: Multimedia-Paket

Der mit 499 Euro im Vergleich zur PS4 deutlich höhere Startpreis der Xbox One rechtfertigt sich vor allem durch das ab Werk enthaltene Bewegungs- und Sprachsteuerungssystem Kinect. Selbiges ermöglicht Nutzern eine völlig Controller-freie Navigation – sowohl in der Menüführung als auch bei Spielen, die das Prinzip unterstützen. Wer auf Kinect keinen Wert legt, greift nicht nur aus finanziellen Gründen besser zum Konkurrenzprodukt. Microsofts Konsole geht ohnehin weit über das Konzept einer reinen Daddelkiste hinaus und präsentiert sich als komplettes Home-Entertainment-Center. Wie auch die PS4 bietet die Xbox One WLAN, HDMI, USB 3.0, 500 GB Festplattenspeicher sowie ein Blu-ray-Laufwerk. Mit dem Sprachbefehl “Xbox, Fernsehen” startet die Konsole allerdings in eine der PS4 völlig unbekannte Sphäre: den TV-Modus, der eigene Fernseh-Angebote bis hin zu Filmverleih-Funktionen auf die Xbox bringt. Zudem fungiert Microsofts System als Mediathek und App-Center inklusive beliebter Dienste und Anwendungen wie Youtube, Facebook oder Skype. Diesbezüglich können Nutzer nicht nur via heimischer Konsole auf ihren Account zugreifen, sondern generell über jedes internetfähige Gerät. Was das reine Videospielen angeht, so startet die Xbox One mit Exklusivtiteln wie Forza 5 , Ryse: Son of Rome und Zoo Tycoon .

Stiftung Warentest prüft Action-Camcorder für Outdoor-Sportler


Spezielle Action-Camcorder, die sich an Helmen, Radlenkern, Surfboards und sogar Schienbeinen befestigen lassen, sollen rasante Videos von Skipisten, Geländestrecken und Wellenritten einfangen. Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Vergleich jedoch vor allem zittrige Bilder und dünnen Sound diagnostiziert. Für Spaß und viel Liveatmosphäre sorgen die Minikameras laut Testbericht dennoch.

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Für die November-Ausgabe 2013 schickte Stiftung Warentest insgesamt 14 Action-Camcorder in einem Preisbereich zwischen rund 100 und knapp 400 Euro auf den Prüfstand. Fazit: Die Bildqualität der meisten Modelle ist nicht mehr als mittelmäßig, der Ton sogar größtenteils mangelhaft. Trotz Hersteller-Versprechen von HD-Auflösung und Kinoqualität zeigten sich im Test Bildfehler, Rauschen und Klötzchenbildung. Gleiches gilt für den Ton der eingebauten Mikrofone – er rauscht, klingt hell, spitz und dünn. Da sich viele Action-Camcorder auch noch in Sachen Bedienbarkeit unnötig kompliziert präsentierten, kam kein Testkandidat über das Gesamturteil “befriedigend” hinaus. Generell, so die Bilanz der Tester, seien die Videos der Action-Cams nicht fürs hochauflösende Heimkino geeignet, sondern eher für Youtube, Facebook und Co. In diesem Rahmen würden die entstandenen Filme dann auch die entsprechende Authentizität und Mitten-drin-Atmnosphäre transportieren.

Ein praktikabler Action-Camcorder sollte laut Stiftung Warentest ein Gewicht von etwa 130 Gramm nicht überschreiten – ansonsten werde die Helm- oder Lenker-Kamera zur hinderlichen Last. Die Akkus der getesteten Geräte hielten zwischen 80 und 180 Minuten durch. Mit Spitzenmodellen ist demnach eine Aufnahmedauer von bis zu drei Stunden möglich. Den Testsieg im aktuellen Vergleich teilen sich zwei Camcorder mit der Gesamtnote 3,1: die Drift Innovation HD Ghost und die Panasonic HX-A100 . Während erstere mit rund 300 Euro zu Buche schlägt, liegt die Kamera von Panasonic um etwa 100 Euro günstiger. Sie ist zudem das einzige Gerät im Test, dessen Handhabung mit “gut” bewertet wurde. Die Drift Innovation punktet hingegen mit passablen Videos, guten Fotos und starkem Akku. Platz zwei ging mit der Note 3,2 an die Rollei Bullet 5S für einen Preis von rund 240 Euro. Den dritten Rang teilen sich die drei Modelle der bei Snowboardern und Surfern beliebten GoPro Hero3 in der Black, White und Silver Edition. Die GoPros lieferten die beste Bildqualität aller Action-Cams, die geringe Akkupower und eine umständliche Handhabung verhagelten ihnen allerdings den Testsieg.

Nokia Lumia 1020: König der Kamera-Smartphones


Auch wenn Nokia in letzter Zeit eher durch schwächelnde Umsätze, schließende Werke und den Verkauf seiner Handysparte an Microsoft Schlagzeilen machte, wird der ehemalige Branchenprimus dennoch nicht müde, unaufhörlich neue Smartphone-Konzepte auf den Markt zu bringen. So zum Beispiel das Nokia Lumia 1020, mit dem die Finnen bereits zum wiederholten Male den Megapixel-Thron der Handywelt erklimmen.

33184941 Megapixel im schlanken Gehäuse

Bereits Anfang 2012 sorgte Nokia mit seinem auf Fotofunktionen ausgerichteten Smartphone PureView 808 und dessen sagenhafter Auflösung von 41 Megapixeln für staunende Gesichter. Die Kameratechnik des damals doch recht wuchtig daherkommenden PureView lebt nun inklusive Carl-Zeiss-Objektiv in Nokias Smartphone-Serie Lumia neu auf. So verfügt auch das seit letztem Monat in Deutschland erhältliche Lumia 1020 über eine rückseitige 41-Megapixel-Kamera, der kein gegenwärtiger Handy-Konkurrent das Wasser reichen kann. Trotz der massiven Kamerapower erstrahlt das Lumia 1020 deutlich schlanker als sein Vorgänger und tanzt in Sachen Gehäusemaße auch im Vergleich mit aktuellen Smartphones mit 4,5 Zoll großem Touchscreen kaum aus der Reihe.

Xenon-Blitz, Bildstabilisator, ProCam

Neben seiner schieren Megapixel-Wucht bietet das Nokia Lumia 1020 weitere Features, die es zum echten Fotospezialisten machen. So stehen der verbauten Kamera sowohl ein Bildstabilisator als auch ein echter Xenon-Blitz – im Unterschied zu den LED-Leuchten vieler anderer Handykameras – zur Seite. Beim Fotografieren kommt die ab Werk enthaltene App ProCam zum Einsatz. Selbige speichert Bilddateien automatisch in zwei Versionen: Als 41-Megapixel-Foto für die volle optische Pracht sowie in Form kleinerer 5-Megapixel-Bilder, die beispielsweise beim Versenden an Freunde oder in sozialen Netzwerken zum Einsatz kommen können. Mit Hilfe virtueller Drehregler erlaubt ProCam zudem die direkte Einflussnahme auf diverse Parameter, darunter ISO-Zahl, Belichtungszeit, Weißabgleich und Schärfe.

Das Nokia Lumia 1020 ist in den Farbvarianten schwarz, weiß und gelb ab einem aktuell im GetPrice Preisvergleich gelisteten Tiefstpreis von rund 570 Euro erhältlich – die Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 700 Euro. Als spezielles Zubehör bietet Nokia ein eigens für das Lumia 1020 konstruiertes Kamera Grip an, welches dem Smartphone die Form einer Kompaktkamera verleiht und gleichzeitig einen Ersatzakku mit an Bord hat.

Pad gegen Kapsel: Stiftung Warentest vergleicht Kaffeeautomaten


Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von knapp 150 Litern ist Kaffee das Lieblingsgetränk der Deutschen. Die klassische Filtermaschine gerät allerdings mehr und mehr aufs Abstellgleis. War sie bis vor wenigen Jahren noch der Alleinherrscher in deutschen Küchen, so ist mittlerweile ein Kampf der Systeme ausgebrochen: Pad gegen Kapsel. Die modernen Portionskaffeeautomaten versprechen neben bequemer und schneller Zubereitung auch ein intensiveres Geschmackserlebnis. Können sie das halten?

328455Senseo und Nespresso: Marktführer und Testsieger

Für die aktuelle Ausgabe 10/2013 schickte die Stiftung Warentest insgesamt 14 Kaffeeautomaten ins Testlabor, acht Geräte für Kapseln und sechs für Pads. Dabei liegen die Unterschiede der Portionsbereiter nicht allein im System. Während die einen klassischen Kaffee brühen, sind die anderen auf typisch italienischen Espresso spezialisiert. Letztlich ist die Wahl des passenden Gerätes also auch eine Frage des persönlichen Kaffeegeschmacks. Über das aktuelle Ranking der Stiftung Warentest dürfen sich vor allem die Branchenriesen freuen. Bei den Kaffeemaschinen für Pads siegten die beiden Geräte HD 7825 und HD 7863 von Marktführer Philips Senseo. Das gleiche Bild bei den Kapselautomaten: Hier teilen sich die DeLonghi Nes­presso Pixie EN 125 und die Krups XN 720 Nes­presso Citiz für Kaffeehülsen von Branchenprimus Nespresso den Testsieg.

Eine Frage von Geschmack, Preis und Umwelt

Für welches System sich Kaffeetrinker letztlich entscheiden, hängt natürlich in erster Linie von geschmacklichen Präferenzen ab. Wer einen kleinen, starken Kaffee mit feiner Crema bevorzugt, wird zwangsläufig zur Kapselmaschine greifen. Anhänger deutscher Brühtradition tendieren wohl eher zum Padautomaten. Aber auch in Bezug auf andere Faktoren heben sich die Systeme deutlich voneinander ab: Sowohl was die Umweltbilanz angeht als auch preislich liegt die Zubereitungsmethode mit Pads gegenüber den Kapseln klar im Vorteil. Während Kaffeepads aus kompostierbarem Zellstoff bestehen, sind die meisten Kapseln aus Kunststoff gefertigt, oder noch schlimmer, wie beim Marktführer Nespresso, aus Aluminium, wofür extrem viel Energie aufgewendet werden muss. Verbraucher können auf Seiten der Kaffeepads oftmals auch zu günstigen Alternativen greifen, bei Kapseln ist man in der Regel an einen Anbieter gebunden. Das wirkt sich deutlich auf den Preis aus: Eine Tasse Kaffee aus dem Markenpad kostet etwa 13 Cent, vom Discounter geht es noch günstiger. Kapselkaffee liegt mit einem Preis von 25 bis 45 Cent pro Tasse spürbar höher.

Nintendo 2DS: Das neue Handheld im Überblick


Während Nintendo auf dem Markt für stationäre Konsolen mit der kränkelnden Wii U gerade den Anschluss an die Konkurrenz aus den Häusern Sony und Microsoft zu verlieren droht, hält der japanische Hardware- und Spielepionier im Bereich der Handhelds noch immer fest das Zepter in den Händen. Dem Erfolg des Nintendo DS und seiner diversen Nachfolgemodelle konnte bislang keine andere mobile Konsole das Wasser reichen. Und nun steht mit dem Nintendo 2DS bereits die nächste Mini-Daddelkiste mit Doppelbildschirm in den Startlöchern.

333608Zurück zur Zweidimensionalität

Der Sprung in die dritte Dimension, den Nintendo mit seinem letzten Ableger 3DS wagte, hat in der ansonsten steil ansteigenden Erfolgskurve der DS-Konsolen durchaus einen Knick hinterlassen. Was ursprünglich als revolutionäres optisches Erlebnis angedacht war, entpuppte sich auf den zweiten Blick eher als augenkrampfende Spielerei, die zudem zu Lasten von Akkupower und Preis-Leistungs-Verhältnis ging. Der 3DS war zwar kein Verkaufsflopp, viele Spieler kehrten dem regelbaren 3D-Effekt allerdings schon nach kurzem Ausprobieren den Rücken. Deshalb erscheint die für den 12. Oktober angesetzte Veröffentlichung des Nintendo 2DS fast schon als logischer Schritt. Das kommende Handheld soll sämtliche Vorzüge des Vorgängers beinhalten – abzüglich der dritten Dimension.

Plastikgehäuse ohne Klappfunktion

Der 2DS wird zum Verkaufsstart in den Farbkombinationen blau-schwarz und rot-weiß erhältlich sein. Neben dem bewusst niedrig gehaltenen Launch-Preis von 129 Euro und der rein zweidimensionalen Darstellung bildet das Gehäuse den größten Unterschied zum 3DS. Es kommt in reinem Plastik daher und ist vor allem nicht (!) klappbar. Das Feature, welches bislang jede DS-Konsole auszeichnete, fällt nun also weg. Vorteile des neuen Designs: Der 2DS liegt materialbedingt leichter in der Hand und auch die starre Formgebung mit nun weiter oben platzierten Steuerelementen verspricht ein komfortableres Spielen als bei vorigen Modellen. Nachteile: Hosentasche ade – Nintendos Neuling dürfte wohl als das klobigste Handheld aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Zudem wirkt der Plastik-Look längst nicht so wertig wie das Gehäuse des 3DS. Ansonsten finden sich auch im 2DS alle bekannten Features – von Touchscreen über vorder- und rückseitige Kameras sowie WiFi und Abwärtskompalibilität hinsichtlich alter DS-Spiele bis hin zu Street- und SpotPass. Fazit: Angesichts Design und Preis will und wird der Nintendo 2DS wohl vor allem jüngere Generationen von Spielern begeistern. Eine Alternative für 3D-Muffel ist er allemal.

Was Sie beim Tablet-Kauf beachten müssen


Die Auswahl und der Funktionsumfang von Tablets sind oft nur schwer zu überblicken. Besonders Einsteiger können sich im Tablet-Bereich schwer tun, das passende Gerät zu finden – hier können Bestenlisten und Kaufratgeber eine wichtige Hilfe sein. Grundsätzlich ist entscheidend, dass das Tablet mit anderen Geräten wie Computer oder Smartphone möglichst kompatibel ist. Denn neben den verschiedenen technischen Ausstattungsmerkmalen sollte der Nutzer auch beachten, welches Betriebssystem auf dem entsprechenden Tablet läuft.

Die System-Frage

Apples iOS, Googles Android und Microsofts Windows 8 bzw. Windows RT ringen miteinander im Kampf um den Tablet-Markt. Alle drei Systeme haben Ihre Vor- und Nachteile. iOS von Apple zeichnet sich unter anderem durch seine hohe Stabilität und die stets flüssige Performance aus. Zudem ist es besonders ausgereift und im App-Store steht eine große Auswahl an Apps zur Verfügung. Da Gerät und Betriebssystem bei Apple aus einem Hause kommen, greifen beide auch perfekt ineinander. Der Nachteil von iOS hingegen besteht darin, dass das System nicht offen für Modifikation seitens des Users ist: Mehr Anpassungen als von Apple erlaubt, sind in der Regel nicht möglich.

Dies dagegen ist die große Stärke von Android-Tablets. Das System wird zwar normalerweise in einer besonderen Variante des Tablet-Herstellers ausgeliefert, kann jedoch vom versierten Benutzer bis in seine Tiefe angepasst werden. Auch im App-Store von Google finden sich viele nützliche Programme. Android-Apps, die von einer anderen Quelle geladen werden, können im Normalfall auch installiert und betrieben werden. Diese große Offenheit kann allerdings auch für kriminelle Zwecke genutzt werden. So enthielten in der Vergangenheit bereits viele Apps gefährliche Schadsoftware.

Das dritte Betriebssystem im Bunde stellen die mobilen Windows 8 und Windows RT der Redmonder Softwareschmiede Microsoft dar. Beide sind speziell für Tablets angepasst. Dafür setzt Microsoft auf eine besondere Oberfläche mit Kacheln, die die Bedienung erleichtert. Unter Windows RT kann der Nutzer jedoch im Gegensatz zu Windows 8 keine Desktop-Programme installieren und verwenden. Hier funktionieren nur speziell entwickelte Mobil-Versionen. Ähnlich wie bei Apples iOS können Anpassungen und Änderungen auch bei den mobilen Windows-Varianten nur in dem Rahmen vorgenommen werden, den Microsoft erlaubt. Das noch sehr kleine Angebot an Apps ist ein weiterer Nachteil der Windows-Tablets.

Frage der Nutzung

Vor dem Kauf eines Tablets sollte man sich des Weiteren gut überlegen, wofür und an welchen Orten man sein Tablet nutzen möchte. Generell gilt, dass Tablets ein hochauflösendes Display und möglichst wenig Gewicht haben sollten. Benutzer, die mit ihrem Tablet wenig unterwegs sind, sondern es vor allem zuhause nutzen möchten, benötigen in der Regel keinen übermäßig leistungsstarken Akku – dieser wird bei der mobilen Nutzung jedoch umso wichtiger.

Wer sein Tablet als mobilen Begleiter auf Reisen oder Geschäftstreffen verwenden möchte, sollte hingegen eher darauf achten, dass es drei entscheidende Kriterien erfüllt: neben einer langen Akku-Laufzeit sind ein niedriges Gewicht und eine Möglichkeit für mobile Datenverbindungen wichtig. Gerade auf Reisen ist der Nutzer sehr dankbar, wenn der Akku des Tablets trotz intensiver Nutzung einen oder gar mehrere Tage durchhält. Auch ein geringes Gewicht ist hier wichtig, um keinen unnötigen Ballast tragen zu müssen. Ein WLAN-Modul ist mittlerweile bei allen Tablets Standard. Über eine WLAN-Verbindung kann das Gerät zu Hause und unterwegs – etwa mit Hotspots in Bahnhöfen, Flughäfen oder Restaurants – eine Verbindung zum Internet herstellen. Für User, die oft unterwegs sind, empfiehlt sich jedoch ein Tablet, das via UMTS bzw. 3G eine mobile Datenverbindung aufbauen kann. So sind Verbindungen mit dem Internet auch dann möglich, wenn einmal kein offenes Drahtlosnetzwerk zur Verfügung steht.

Wer mit einem Tablet wirklich produktiv arbeiten möchte, sollte zudem auf vielseitige Erweiterungsmöglichkeiten achten. Eine physische Tastatur sollte ohne Probleme mit dem Tablet verbunden werden können – das Tippen per Touchscreen kann auf längere Sicht ermüdend werden. Auf einen externen Speicher sollte der Nutzer ebenso zugreifen können, wie auf Drucker oder Scanner.

Frage der Ausstattung

Wie oben bereits erwähnt, sollte ein Tablet über einen Bildschirm mit einer hohen Auflösung verfügen. Für die durchschnittliche Nutzung muss es nicht zwangsläufig Full-HD sein, 1.024 x 768 Pixel sollten aber die absolute Untergrenze darstellen. Neben einem leistungsstarken Akku sind ein schneller Prozessor, ausreichend Arbeitsspeicher und der interne Flashspeicher wichtig. Gerade für aufwendige Apps wie aktuelle Spiele lohnt die Investition in ein Gerät mit Dual- oder besser Quad-Core-Prozessor. Bei vielen Tablets kann der interne Speicher mit Hilfe von Speicherkarten erweitert werden. Ist dies nicht der Fall, sollte der Nutzer bereits vor dem Kauf darauf achten, sich für eine Version mit ausreichend Speicher zu entscheiden – 16 Gigabyte sollten es dann mindestens sein.

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Mit dem Auto statt mit dem Flugzeug verreisen


Wenn die Urlaubszeit beginnt und man seine Reise plant, müssen viele Entscheidungen getroffen werden unter anderem die der Art der Fortbewegung. Die europäischen Länder sind zum Beispiel sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Auto zu erreichen. Während auf der einen Seite das Flugzeug eine angenehme Reise garantiert, entscheiden sich auf der anderen Seite trotzdem immer mehr Reisende für eine Fahrt mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen.

Happy woman and dog travel

© Dirima – Fotolia.com

Eine Reise mit dem Auto bringt viele Vorteile. Beispielsweise können Hundebesitzer ihren Hund mit einem entsprechenden europäischen Impfpass und allen nötigen Schutzimpfungen mit auf die Reise nehmen. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sieht man beim Durchfahren außerdem unterschiedliche Länder und hat die Möglichkeit, einen Einblick in die verschiedenen Landschaften und Kulturen zu bekommen. So können Eindrücke gesammelt werden, die auf einer klassischen Flugreise nicht möglich sind. Eine Pauschalreise mit dem Flugzeug hinterlässt nicht selten einen verfälschten Eindruck vom Reiseland, da oft nur bestimmte Stadtteile und die Hotelumgebung genauer betrachtet werden. Aber auch kleinere Viertel, wie zum Beispiel Künstlerviertel, gehören zu einem Land dazu und machen dieses dadurch auch bei mehreren Besuchen immer wieder interessant. Das Abenteuer ist also umso größer, wenn man selbst hinter dem Steuer sitzt – man hat die Möglichkeit, auch versteckte Gassen im Urlaubsort zu entdecken und besonders schöne Plätze zu finden, die das Land von einer ganz anderen Seite zeigen. Wie man eine große Autoreise plant und worauf Sie dabei genau achten sollten, wird im Folgenden für Sie erläutert.

Kostenpflichtige Autobahn

Bevor man mit dem Auto verreist, sollte man die Route genau planen. Oft fallen Mautgebühren in den Durchreiseländern an, um die Autobahn nutzen zu können. Das ist zum Beispiel bei einer Fahrt durch die Schweiz nach Italien der Fall.

Die meisten europäischen Länder, wie zum Beispiel Italien, haben eine so genannte Streckenmaut eingeführt. Das bedeutet, dass an Mautstellen eine Zahlung für die nächste Teilstrecke der Autobahn nötig ist. Bei einer Streckenmaut kann viel Zeit eingespart werden, wenn man sich vorher ausführlich über das System informiert. Eine VIA-Card zum Beispiel erspart Reisenden in Italien große Warteschlangen vor den Eingängen für Barzahlungswillige.

Die Schweiz und Österreich regeln die Straßenbenutzungsgebühr mit Vignetten, die an der Windschutzscheibe sichtbar angebracht werden müssen. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Regelungen der beiden Länder. Während in der Schweiz nur Jahresvignetten (gültig für das laufende Jahr) zu erwerben sind, bietet Österreich viele verschiedene Vignetten an, zum Beispiel für einen Monat.

Bitte beachten Sie auch die Mautsysteme außerhalb Europas. Wenn Sie eine Teilstrecke fliegen möchten und den Rest des Weges mit einem Mietwagen durchqueren wollen, informieren Sie sich am besten schon vorher über mögliche gebührenpflichtige Straßen.

Autocheck vor der Reise

Es ist wichtig, das Auto einen Tag vor der Abreise noch einmal zu überprüfen, um nicht während der Fahrt mit vermeidbaren Problemen überrascht zu werden.

Folgende Checkliste soll Ihnen dabei helfen:

-       Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten vorhanden?

-       Reifendruck auf das mitgeführte Gepäck angepasst?

-       Ölstand gemessen und ggf. Reserve eingepackt?

-       Gutes Reserverad vorhanden?

-       Wasserstand der Scheibenwaschanlage überprüft?

-       Tank ausreichend gefüllt?

-       Fahrzeugschein und Benutzerhandbuch vorhanden?

-       Kindersitze sicher eingestellt und richtig angebracht?

-       Vorkehrungen fürs Haustier getroffen?

Andere Länder, andere Sitten

Jedes Land bestimmt seine Verkehrsregeln und die damit verbundenen Strafen bei Verkehrswidrigkeiten anders. So ist es vor der Abreise empfehlenswert, sich über geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen und eventuelle Strafen zu informieren. Außerdem ist es wichtig, verschieden gestaltete Schilder zu kennen, um die Verkehrsregeln richtig einhalten zu können.

Wenn man durch mehrere Länder fährt, empfiehlt es sich, die verschiedenen Verkehrsregeln zu notieren und sich dementsprechend auf die Gegebenheiten vorzubereiten. In Italien beispielsweise ist das Mitführen einer Warnweste im eigenen Wagen Pflicht und wird regelmäßig bei Kontrollen überprüft. Auch die Höchstgeschwindigkeit die in vielen Ländern auf Autobahnen einzuhalten ist, muss beachtet werden.

Beim Tanken unterwegs muss man ein Auge darauf haben, dass die Oktanzahl des ausländischen Benzins mit den deutschen Richtlinien übereinstimmt. Ansonsten riskiert man Motorschäden und mögliche Folgekosten für Reparaturen im Ausland, die unter Umständen sehr teuer werden können. Wenn der Motor anfängt Klopflaute zu geben, halten Sie so schnell wie möglich an und konsultieren Sie Hilfe – eine Reparatur ist selbst im Ausland billiger als ein komplett neues Auto. Trotzdem können Sie solchen Ärger vermeiden, wenn Sie sich im Voraus gut informieren. Wenn man die Route für die Reise plant, ist es sinnvoll einige Werkstätten auf dem Weg zu kennzeichnen. Hier kann man zum Beispiel im Werkstattportal suchen und die jeweiligen Werkstätten auf der Strecke markieren. Im Falle einer Panne erspart man sich so langes Suchen und oft auch bares Geld.

Wenn das Haustier auf der Reise im Auto mitgenommen werden soll, muss man ebenfalls auf die spezifischen Regelungen der jeweiligen Länder achten. In Europa benötigt ein Hund einen europäischen Impfpass mit allen nötigen Schutzimpfungen. Diese müssen schon einige Monate vor der Abreise gemacht werden. Außerdem muss man sich informieren, auf welche Art das Haustier transportiert werden muss. In einigen Ländern ist ein Schutzgitter oder ein Netz zur Raumabgrenzung ausreichend, in anderen Ländern wiederum ist ein Geschirr mit Anschnallgurt nötig. Beim Alkoholkonsum ist darauf zu achten, dass in mehreren Ländern die Nullpromille-Grenze gilt und beim Verstoß mit erheblichen Strafen zu rechnen ist.

Damit es zu wenigen oder keinen Problemen in einem fremden Land kommt, muss man darauf vorbereitet sein. Deshalb ist es sinnvoll, sich die wichtigsten Verkehrsregeln und für den Ernstfall wichtige Vokabeln vorweg zu notieren und Wörterbücher einzupacken. Bei einer Panne ist es sinnvoll, einen Schutzbrief (Versicherungen, ADAC) für Auslandsaufenthalte zu besitzen. In einigen Ländern herrscht Linksverkehr. Dort ist besondere Vorsicht geboten – beispielsweise beim Rechtsabbiegen sowie beim Überholen mit einem Linkslenker. Eventuell ist hier ein Mietwagen mit Rechtslenkung eine bessere Alternative, um Unfälle und Probleme zu vermeiden.

Nice To Know

In einigen Ländern gibt es keine Autobahnparkplätze wie in Deutschland. Man muss oft viele Kilometer fahren, um eine Raststätte zu entdecken. Diese sind deshalb häufig überfüllt. Wenn man während der Fahrt dringend auf die Toilette muss, gibt es Parkplätze an Autobahnen, die unseren Nothaltebuchten entsprechen.

Ein Navigationsgerät mitzuführen, spart oft frustrierende Suchen nach Straßen, Schildern und Routen. Die neueren Navigationsgeräte verfügen über so genannte „Point Of Interest“- Möglichkeiten, also eine Funktion, die einen „Ort von Interesse“ anzeigen kann: Hotels, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, u.v.m. können in der direkten Nähe angezeigt werden. Bitte beachten Sie bei Ihrem Navigationssystem, die nötigen Karten in einer aktuellen Version installiert zu haben. Wenn Sie zum Beispiel in Europa unterwegs sind, benötigen Sie auch die Karten der einzelnen Länder, die Sie durchfahren möchten. Falls Ihr Navigationsgerät über diese Karten nicht verfügt, gibt es oft Upgrades, die Sie über das Internet dazukaufen können.

Planen Sie Pausen und Übernachtungen ein. Das Unfallrisiko steigt mit starker Müdigkeit und oftmals überschätzt man sich sogar selbst. Es ist daher von Vorteil, sich bei einer sehr langen Strecke vorher über geeignete Übernachtungsmöglichkeiten an der Route entlang zu informieren und ggf. schon im Vorfeld bestimmte Hotels in gewissen Abständen zu buchen.

Achten Sie auf die richtige Temperatur Ihrer Klimaanlage, um große Temperaturschwankungen beim Aussteigen aus dem Auto zu vermeiden. Oft führen solche klimatischen Unterschiede zu Kreislaufproblemen und Müdigkeitserscheinungen.

Denken Sie an Ihre Fahrlizenz. Innerhalb Europas benötigen Sie den europäischen Führerschein, außerhalb Europas müssen Sie einen internationalen Führerschein beantragen. Die Beantragung erfolgt beim Bürgerbüro und die Bearbeitung dauert einige Zeit.

Rechtzeitiges Informieren über Verkehrsregeln, Streckenbedingungen, Übernachtungsmöglichkeiten und die anderen örtlichen Begebenheiten ist ein absolutes Muss. Gerade Werkstattaufenthalte oder Bearbeitungszeiten für Personalausweise oder Führerscheine dauern oft länger. Wenn Sie alle angesprochenen Punkte beachten, Checklisten führen und sich gut vorbereiten, ist eine Anreise im eigenen Wagen oder mit einem Mietauto absolut empfehlenswert.