Artikel für die Kategorie ‘Computer’

Boom bei eBooks: Testsieger eBook-Reader laut COMPUTER BILD

Donnerstag, 14. Februar 2013

Laut Zahlen des Marktforschungsunternehmens Media Control haben deutsche Leser im vergangenen Jahr rund 12,3 Millionen eBooks gekauft. Damit lag der Absatz an elektronischen Büchern mehr als zweimal so hoch wie 2011, als knapp fünf Millionen eBooks heruntergeladen worden waren. Was den gesamten Buchmarkt anbetrifft, so machen eBooks inzwischen einen Anteil von etwa zwei Prozent aus und konnten durch steigende Verkaufszahlen in 2012 sogar Umsatzeinbußen bei den Printausgaben ausgleichen und dem Buchhandel somit zu positiven Bilanzen verhelfen. Zudem zeigt die eBook-Quote weiterhin steil nach oben, denn mit knapp sechs Millionen verkauften Ausgaben wurde fast die Hälfte des Jahresabsatzes im vierten Quartal erzielt.

Testsieger: Kobo Glo

Auch das Geschäft mit den entsprechenden Lesegeräten – eBook-Reader oder einfach eReader genannt – hat im vergangenen Jahr deutlich angezogen. Die großen Händler wie Amazon oder Thalia haben mittlerweile gleich mehrere Modelle von der Einsteigerklasse bis zum High-End-Bereich im Programm und möchten Leser damit langfristig an ihr Download-Angebot binden. Darüber hinaus haben sich neben Elektronik-Herstellern wie Sony und TrekStor auch reine eBook-Spezialisten wie Kobo oder Bookeen am Gerätemarkt etablieren können.

Kobo vor Amazon vor Sony

Die Zeitschrift COMPUTER BILD hat in Ausgabe 01/13 insgesamt acht aktuelle eBook-Reader verschiedener Hersteller zu Preisen zwischen 60 und 190 Euro getestet. Die Bestnote erzielte der ab etwas mehr als 120 Euro erhältliche Kobo Glo. COMPUTER BILD lobte dessen gute Lesbarkeit, einfache Bedienung und große Kapazität von mehr als 1.000 Büchern. Mit seiner integrierten Beleuchtung hielt der Akku des Kobo Glo im Testlabor 18 Stunden durch, ohne Beleuchtung kam er auf 168 Stunden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die ebenfalls für gut befundenen eReader Amazon Kindle Paperwhite 3G und Sony PRS-T2. Amazon bietet Lesern zwar einen umfangreichen eBook-Shop und technisch einwandfreie Geräte, bindet Kunden aber gleichzeitig zwingend an ein geschlossenes System, denn Kindle-Nutzer können eBooks ausschließlich bei Amazon herunterladen. Alle anderen von COMPUTER BILD getesteten Geräte unterstützen den offenen Dateistandard ePub.

Apple veröffentlicht iPad 4 mit 128 GB

Dienstag, 05. Februar 2013

Am heutigen 5. Februar bringt Apple eine neue Variante des iPad 4 in den Handel. Während die drei bisherigen Versionen des beliebten Tablet-PCs mit den Speichergrößen 16, 32 und 64 GB ausgestattet waren, wird das neue Modell einen Flash-Speicher von 128 GB bieten und die momentane Konkurrenz in dieser Hinsicht deutlich überflügeln. Wie seine Vorgänger wird auch das iPad 4 mit 128 GB in einer WLAN-Version für 799 Euro sowie in einer Mobilfunk-Variante für 929 Euro auf den Markt kommen. Die neuen Ausführungen mit verdoppelter Speicher-Kapazität sind damit um jeweils 100 Euro teurer als die bisherigen Spitzenmodelle mit 64 GB.

Ab heute im Handel: iPad 4 mit verdoppeltem Speicher

Der Launch einer neuen iPad-Variante im High-End-Segment ist für viele Marktbeobachter eine direkte Reaktion auf die eher enttäuschenden Absatzquoten des im Herbst letzten Jahres veröffentlichten iPad mini. Zwar verkaufte Apple im vergangenen Quartal modellübergreifend knapp 23 Millionen Tablet-PCs, Konzernchef Tim Cook räumte allerdings öffentlich ein, dass das iPad mini deutlich weniger profitabel sei als andere Apple-Geräte. Aus diesem Grund wird derzeit hartnäckig über ein mögliches iPad mini 2 in baldiger Zukunft spekuliert, welches dann mit dem Retina-Display seiner großen Brüder und generell verbesserter Technik aufgepeppt werden könnte. Bislang gibt es in dieser Hinsicht jedoch noch nichts Konkretes zu vermelden.

Generell hat es den Anschein, als würde Apple nach vielen fetten Jahren momentan ein wenig auf der Stelle treten. iPhone, iPad, iPod und Co. sind nach wie vor starke Marken und (mit)führend in ihren jeweiligen Produktsegmenten, die ganz großen Innovationen bleiben in letzter Zeit jedoch aus. Apple-Geräte sind gut, aber nicht mehr überraschend gut – und die Konkurrenz hat in großen Schritten aufgeholt, wenn nicht gar teilweise überholt. Und so steht auch das heute veröffentlichte iPad in der Apple-Tradition der letzten Monate, eher Modifikationen als Innovationen auf den Markt zu bringen.

Samsung Series 9 900X3C: Neues Testsieger-Ultrabook

Dienstag, 15. Januar 2013

Ultrabooks sind derzeit in aller Munde. Nicht zuletzt, weil sie dem im Zuge des Tablet-Booms leicht schwächelnden Notebook-Markt neues Leben einhauchen sollen. Mit schlanken Abmessungen, hohen Leistungsmerkmalen und besonders langen Akkulaufzeiten betonen Ultrabooks insbesondere den Faktor Mobilität. Nachteil: Aktuell liegen die meisten Modelle preislich jenseits der 1.000-Euro-Marke und damit deutlich über dem Durchschnittsniveau herkömmlicher Notebooks.

Gleiches gilt auch für das neue Samsung Series 9 900X3C (A04DE), welches in der Rangliste der Technik-Profis von CHIP Online direkt auf den Spitzenplatz geklettert ist. Mit einem Preis ab etwa 1.500 Euro schlägt das Ultrabook zwar deutlich zu Buche, laut CHIP-Test ist es jedoch jeden Cent wert. Erstaunlich sind bereits die äußerst schlanken Maße des Samsung Series 9. Mit einer Höhe von 15 Millimetern schlägt es sogar Apples MacBook Air um drei Millimeter. Das 13,3 Zoll große Display ist in einem dunkelblauen Aluminium-Gehäuse verbaut, welches sich in stabiler und hochwertiger Verarbeitung zeigt. Darüber hinaus bietet das Ultrabook eine beleuchtete Tastatur sowie unsichtbar ins Touchpad integrierte Maustasten.

Trotz seines Fliegengewichtes von nur 1,2 Kilogramm – und dies bei einem hochwertigen Aluminium-Gehäuse – birgt das Samsung Series 9 einen extrem leistungsstarken Akku, der im CHIP-Testlabor bei normalen Office-Anwendungen mehr als acht Stunden durchhielt. Spitzenwerte erzielten auch die sehr geringe Betriebslautstärke des Ultrabook sowie dessen Schärfe und Helligkeit. Das matte Display löst mit seinen 1.600 x 900 Pixeln äußerst kontrastreich auf und liegt beim Faktor Helligkeit fast doppelt so hoch wie die Bildschirme von Standard-Notebooks. Damit ist selbst die Nutzung in hellem Sonnenlicht problemlos möglich.

Zu den Leistungsmerkmalen des Samsung Series 9 900X3C (A04DE) zählt ein 1,9 GHz starker Intel Core Prozessor, der im Turbo-Boost bis zu 3,0 GHz erreicht, 256 GB Festplattenspeicher, 4 GB RAM sowie eine Intel HD 4000 Grafikkarte. In der weiteren Ausstattung sind je ein USB 2.0 und 3.0 Port vorhanden, sowie ein Kartenleser, WLAN und Bluetooth. Die beiden VGA- und HDMI-Ausgänge sind aufgrund der geringen Gehäusemaße nur als Micro-Versionen verbaut. Auf ein optisches Laufwerk müssen Nutzer, wie bei Ultrabooks üblich, verzichten.

Revolution der Eingabegeräte: Verdrängt der Touchscreen die Maus?

Freitag, 14. Dezember 2012

Der Touchscreen hat den weltweiten Siegeszug von Smartphones und Tablet-PCs eingeleitet und ist damit zum mittlerweile allgegenwärtigen Bedienelement geworden. Das Konzept berührungssensitiver Steuerung ist allerdings längst über den rein mobilen Anwendungsbereich hinausgewachsen und hat beispielsweise Einzug in Spielekonsolen, TV-Geräte, Festnetztelefone, Notebooks und Desktop-PCs gehalten. Zudem hat sich in der jüngeren Vergangenheit parallel zum Touchscreen eine sehr ähnliche Bedienweise entwickelt: die Gestensteuerung. Selbige ist aus dem Gamesmarkt bereits jetzt nicht mehr wegzudenken und etabliert sich aktuell auch bei Smart-TVs und Wohnzimmer-PCs. Stehen wir also an der Schwelle zu völlig neuen Steuerungsformen, und haben klassische Tools, wie beispielsweise die über Jahrzehnte hin dominante Maus, in Zukunft überhaupt noch ihren Platz?

Maus im Büro, Touchscreen im Wohnzimmer

Forscher der Universitäten Stuttgart und Bamberg, die Visualisierung in interaktiven Systemen und speziell die Mensch-Computer-Interaktion untersuchen, haben sich mit der Frage befasst, ob Touchscreen und Gestensteuerung das baldige Aus für die Maus bedeuten. “Das Standardgerät für den Computer zu Hause wird sie in zehn Jahren nicht mehr sein”, glaubt der Stuttgarter Professor Albrecht Schmidt. Er geht allerdings davon aus, dass beim Arbeiten auch künftig in erster Linie die klassische Maus zum Einsatz kommt. Dass die Steuerung mit Gesten und Berührungen am klassischen Desktop-PC, vor allem in Bürosituationen, kaum eine Zukunft hat, glaubt auch Prof. Tom Gross von der Universität Bamberg: “Touchsteuerung am Schreibtisch macht einfach keinen Sinn, auch wenn das jetzt alle entwickeln.” Diesbezüglich hält der Forscher die für Touchscreens optimierte Oberfläche des neuen Windows 8 für den falschen Ansatz. Viele Anwendungen, allen voran die Bildbearbeitung, bräuchten eine Präzision, die derzeit nur die Maus biete. Hinzu komme, dass Gesten und Berührungen am Computerbildschirm auf Dauer schlicht zu anstrengend seien. “Das will doch niemand acht oder zehn Stunden machen”, sagt der Bamberger Professor.

Fairerweise muss man sagen, dass die klassische PC-Maus bereits seit vielen Jahren nicht konkurrenzlos ist. Zahlreiche Notebook-Nutzer beschränken sich auf das in die Geräte integrierte Touchpad – eine schon viel ältere Form der berührungssensitiven Steuerung – und auch der Trackball hat noch immer eine gewisse Anhängerschaft in der PC-Gemeinde. “Ich muss als Nutzer immer von der Aufgabe und nicht vom Gerät her denken”, rät Prof. Tom Gross. Wer in erster Linie mit langen Dokumenten arbeite, brauche eine Maus mit Rad zum schnellen Scrollen. Zeichner und Grafiker würden zum elektronischen Stift greifen und Spieler noch immer Wert auf Eingabegeräte mit vielen Tasten legen. Und so werden uns Maus, Tastatur, Gamepad und Co. wohl auch im Zeitalter von Touchscreen und Gestensteuerung noch ein ganzes Stück weit folgen.

Tablet-Boom lässt PC-Markt einbrechen

Freitag, 16. November 2012

Aussterbende Spezies?

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während sich Tablet-PCs und Smartphones derzeit wie geschnitten Brot verkaufen, ist der Markt für Desktop-PCs und Notebooks im letzten Quartal dramatisch eingebrochen. Der Absatz der Hersteller sackte um fast ein Fünftel ab, und ehemalige Branchenführer kämpfen nun ums Überleben.

PC-Verkäufe um ein Fünftel zurückgegangen

Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass im dritten Quartal 2012 19 Prozent weniger Notebooks und stationäre Heim-Computer verkauft wurden als im Vorjahreszeitraum. Demnach lag die deutsche Absatzquote der klassischen PCs im letzten Vierteljahr bei knapp 2,7 Millionen Geräten. Demgegenüber holen insbesondere die immer beliebter werdenden Tablets rasant auf. Deren Verkaufszahlen werden Prognosen zufolge in diesem Jahr auf 3,2 Millionen klettern – ein Rekordplus von 50 Prozent gegenüber 2011. Diese Trendwende bringt gleichzeitig kräftige Verschiebungen im Gefälle der Hersteller mit sich. Während in den Führungsetagen von Apple, Samsung und Co. gefeiert werden darf, hat es vor allem den langjährigen PC-Branchenprimus Hewlett-Packard mit einem Umsatzeinbruch von fast 30 Prozent hart getroffen. Neuer Marktführer in Deutschland ist nun der chinesische Hersteller Lenovo, der auf günstige Produktionsbedingungen setzt und vor kurzem den Aldi-Lieferanten Medion aufkaufte. Acer hält hierzulande den zweiten Rang unter den PC-Herstellern, erst danach folgt Hewlett-Packard, die immerhin noch im Geschäftskundenbereich knapp an der Spitze liegen.

Neue Hoffnung: Ultrabooks, Hybrid-Rechner und Windows 8

Komplett zerschlagen hat sich der Markt für die vor wenigen Jahren noch durchaus populären Netbooks. Deren ehemalige Nische der mobilen Mini-Rechner ist längst durch Tablets und Smartphones besetzt. Zwei aktuelle Trends könnten dem klassischen PC allerdings neuen Schwung verleihen. Zum einen erhofft sich die Branche von der noch relativ jungen Geräteklasse dünner und akkustarker Ultrabooks sowie von Hybrid-Computern, die die Bedienkonzepte von Tablet und Notebook vereinen, frische Wachstumsimpulse. Diesbezüglich müssten allerdings erst die derzeit noch hohen Preise purzeln. Zum anderen schlägt Microsofts kürzlich veröffentlichtes Betriebssystem Windows 8 mit seiner Kacheloberfläche eine Brücke zu den mittlerweile so beliebt gewordenen Touchscreen-Geräten und könnte somit ein neuer Mittler zwischen Heim- und Mobil-PC werden.

Tablet-Boom hält an: Sinkende Preise und neue Mini-Modelle

Freitag, 26. Oktober 2012

Apple iPad mini

Das Interesse der Verbraucher an Tablet-PCs schraubt die Verkaufszahlen der Hersteller momentan in schwindelerregende Höhen. Nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM, die sich auf Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) stützen, werden in diesem Jahr insgesamt 3,2 Millionen Tablets in Deutschland verkauft. Das sind über 50 Prozent mehr als 2011. Gleichzeitig steigt der Umsatz durch deutsche Tablet-Verkäufe um über 40 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Gute Nachrichten für Verbraucher: Da die derzeitige Konkurrenzsituation das Geschäft offensichtlich belebt, ist der Durchschnittspreis eines Tablet-PCs imVergleich zum letzten Jahr um etwa fünf Prozent gesunken und liegt nunmehr bei 500 Euro. Apples Marktführerschaft ist allerdings nach wie vor ungebrochen. Bei zwei von drei momentan in Deutschland verkauften Geräten handelt es sich um ein iPad, das übrige Marktdrittel teilen sich Tablets, die unter dem Betriebssystem Android laufen.

Apple iPad mini + Vodafone Smart Tab 2

Insbesondere im Segment kleiner 7-Zoll-Tablets überschlagen sich derzeit die Meldungen zu neuen Modellen. Allen voran mal wieder Apple. Die Kalifornier stellten am vergangenen Dienstag das bereits seit längerem erwartete iPad mini vor. Mit einer Bildschirmdiagonale von 7,9 Zoll, einem äußerst schlanken und leichten Gehäuse, 5-Megapixel-Kamera und LTE-Fähigkeit wird das iPad mini in seiner günstigsten Variante mit 16 GB Speicher zu einem Preis von 329 Euro in den Handel kommen. Am Preiskampf anderer Hersteller, die ihre Mini-Tablets derzeit für 200 Euro und weniger vertreiben, beteiligt sich Apple demnach nicht.

Ein anderer Weltkonzern hingegen schon. Der Mobilfunkriese Vodafone steigt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit dem sieben Zoll kleinen Smart Tab 2 in den Tablet-Markt ein und holt dabei gleich den Preishammer raus. Gerade einmal knapp 190 Euro wird Vodafones mobiler Mini mit Android 4.0 und UMTS-Funk kosten. Eine größere 10-Zoll-Version soll parallel dazu zu einem Preis von 490 Euro in den Handel kommen. Die Geräte lässt Vodafone vom chinesischen Hersteller Lenovo bauen. Für weitere Belebung auf dem Tablet-Markt werden in den nächsten Wochen auch Microsofts neues Modell Surface sowie die erwartete 10-Zoll-Version von Googles Nexus sorgen.

Druckerpatronen im Test: Stiftung Warentest prüft Fremdtinte

Freitag, 19. Oktober 2012

Die Verkaufsphilosphie der Druckerhersteller ist simpel: günstige Geräte, teure Tinte. Der geringe Anschaffungspreis, zu dem man heutzutage bereits hochwertige Drucker erhält, klettert bei einigermaßen intensivem Betrieb durch die teils horrenden Kosten für Markenpatronen schnell ins Vielfache. Einen zumindest scheinbar eleganten Ausweg aus diesem Dilemma bieten deutlich günstigere Fremdpatronen. Deren Qualität genießt allerdings einen zweifelhaften Ruf. Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe 10/2012 die Probe aufs Exempel gemacht und die Druckertinte diverser Fremdhersteller an vier aktuellen Geräten von HP, Canon, Epson und Brother getestet.

Günstiger Preis, durchwachsene Qualität

Das Wichtigste vorweg: Keine der geprüften Fremdpatronen erreichte im Testlabor die Druckqualität der Originale. Einige kommen dem jedoch recht nahe. Für HP-Drucker ist dies laut Stiftung Warentest die Fremdtinte der Marke Peach, für Brother-Drucker die AgfaPhoto-Tinte und für Epson-Drucker die Tinte von Armor und KMP. Nutzer von Canon-Geräten sollten hingegen lieber zur Originaltinte greifen, denn passende Fremdpatronen erzielten lediglich “befriedigende” bis “ausreichende” Ergebnisse. Abseits der wenigen Marken, die eine akzeptable Druckqualität boten, offenbarten etliche Fremdpatronen im Test Probleme direkt im Druckbild oder auch nachträglich bei der Wisch- und Lichtbeständigkeit der Tinte. Allerdings: Die Kostenersparnis ist zum Teil enorm. Fremdtinte der Marke Peach erzielt bei einigen Druckern beispielsweise einen Spareffekt von bis zu 80 Prozent. Die geringste Ersparnis zeigte sich im Test bei Pelikan-Patronen, die lediglich auf eine Quote von 30 Prozent kamen.

Tipps für sparsames Drucken

Auch wenn man letztlich zur teuren Originalpatrone greift, lässt sich mit einigen Kniffen zumindest etwas Tinte und Geld sparen. Beispielsweise reduziert der Entwurfsmodus beim Drucken von Texten laut Stiftung Warentest den Verbrauch um rund 50 Prozent. Perfekt geeignet für schnelle und unwichtige Ausdrucke, beispielsweise zum Korrekturlesen, weniger sinnvoll jedoch bei repräsentativen Dokumenten, wie etwa Bewerbungsschreiben, denn das Schriftbild ist sichtlich gemindert. Auch die Papierwahl beeinflusst die Druckqualität und optimiert den Tintenverbrauch. Ob schweres Tintendruck- oder spezielles Fotopapier – wichtig ist, für jeden Anlass die richtige Sorte zu nutzen und dies im Druckdialog am PC auch einzustellen. Übrigens: Beim Einsatz von Fremdpatronen muss nicht um etwaige Garantieansprüche gefürchtet werden. Die Gewährleistung wird bei Druckern nicht durch die Art der Tinte beeinträchtigt. Lediglich wenn Fremdpatronen nachweislich einen Schaden verursachen, kann die Garantie seitens des Druckerherstellers erlischen – dann allerdings haftet laut Stiftung Warentest der Tintenanbieter.

iPhone 5, Windows Phone 8, Kindle Fire 2: Smartphone- und Tablet-Welle im September

Freitag, 31. August 2012

iPhone 4S: Bald kalter Kaffee?

Nachdem die großen Elektronikkonzerne ihre Machtspiele zuletzt vermehrt im Gerichtssaal ausgefochten hatten, folgt im September offenbar die große Materialschlacht in den Verkaufsregalen. Zahlreiche namhafte Hersteller haben für kommenden Monat den Launch zum Teil heiß erwarteter Geräte angekündigt oder zumindest dahingehende Gerüchte genährt. An forderster Front stehen dabei, wie nicht anders zu erwarten, die Verkaufsrenner Smartphones und Tablet-PCs. Es folgt ein kurzer Terminkalender zur Technik-Welle im September.

05. September: Nokia Windows Phone 8

Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat gemeinsam mit Microsoft zu einer Pressekonferenz am 05. September in New York geladen, um aller Voraussicht nach zwei neue Smartphones vorzustellen, die mit dem kommenden Betriebssystem Windows 8 ausgestattet sind. Die beiden Geräte werden Gerüchten zufolge die Namen “Phi” und “Arrow” tragen und Teil von Nokias Lumia-Serie sein. Mit Windows 8 als Zugpferd will der finnische Konzern die momentane Krise abschütteln und sich endlich auf dem Smartphone-Markt etablieren. Gleichzeitig erhofft sich Microsoft von seinem neuen Betriebssystem durchschlagenderen Erfolg als mit Windows 7, welches sich seinerzeit nicht gegen Googles Android und Apples iOS durchsetzen konnte.

06. September: Amazon Kindle Fire 2

Einen Tag nach Nokia und Microsoft hat auch Amazon die internationale Presse geladen, um im kalifornischen Santa Monica Bahnbrechendes zu enthüllen. Konkret dürfte es sich dabei um zwei neue Kindles handeln – voraussichtlich ein E-Book-Reader sowie der Tablet-PC Kindle Fire 2, dessen Launch eigentlich schon im Juli erwartet wurde. Dies würde zur aktuellen Offensive der Hersteller in Sachen Mini-Tablets passen, denn auch Google hat vor wenigen Tagen mit dem Verkauf seines Nexus 7 in Deutschland begonnen. Zudem halten sich hartnäckige Gerüchte um die baldige Veröffentlichung eines Mini-iPad von Apple.

12. September: Apple iPhone 5

Das wohl am heißesten erwartete Knallbonbon geht offenbar am 12. September hoch. Zwar hat Apple noch keine offizielle Ankündigung gemacht, der Zeitpunkt kurz vor dem kommenden Weihnachtsgeschäft würde sich jedoch perfekt als Enthüllungstermin für das iPhone 5 eignen und zudem mit früheren Produktstarts übereinstimmen. Ohnehin drängt für Apple die Zeit – die Verkaufszahlen des iPhone 4S sind rückläufig, da viele Nutzer lieber auf die fünfte Version warten und sich Samsungs Galaxy S3 als Hauptkonkurrent derzeit großer Beliebtheit erfreut. Einige der vermuteten Features des iPhone 5: flacheres Gehäuse, größeres Display, das von den bisherigen 3,5 Zoll auf 4 oder sogar 4,5 Zoll ansteigen könnte, schnellerer LTE-Datenfunk und möglicherweise eine nanoSIM-Karte, die mehr Platz für andere Bauteile eröffnet.

Samsung Galaxy Note 10.1: Tablet-PC mit Handschrift-Erkennung

Freitag, 24. August 2012

Seit diesem Monat ist das bereits Anfang des Jahres angekündigte Samsung Galaxy Note 10.1 erhältlich. Der große Bruder des Smartphone-Verkaufsschlagers Galaxy Note ist seines Zeichens nun ein ausgewachsener Tablet-PC mit entsprechender Rechenpower, bleibt dem namensgebenden Feature allerdings treu: Highlight des 10.1 ist der mitgelieferte Stylus “S-Pen”. In Kombination mit der App “S Note” erlaubt dieser handschriftliche Aufzeichnungen, die erkannt und digitalisiert werden. Das Programm identifiziert sogar mathematische Formeln und geometrische Muster und macht diese für die ab Werk installierte Office-Anwendung Polaris nutzbar. Auch in der ebenfalls vorhandenen Photoshop-Version lässt sich per S-Pen bequem navigieren.

Abgesehen vom an der Unterseite angebrachten S-Pen bietet das Gehäuse des Galaxy Note 10.1 eine fünf Megapixel starke Rückkamera, die auch Videos in HD aufnimmt, sowie ein frontseitiges Pendant mit einer Auflösung von zwei Megapixel. Das in der Diagonalen 10,1 Zoll messende Display löst in 1.280 x 800 Pixel auf. Inklusive des 7.000 Milliamperestunden leistenden Akkus bringt das Galaxy Note gerade mal ein Leichtgewicht von 600 Gramm auf die Waage. Samsungs neues Tablet wird in der Basisversion mit WLAN zum Startpreis von kanpp 600 Euro vertrieben, die UMTS-Variante ist um etwa 90 Euro teurer.

Der im 10.1 verbaute Prozessor mit vier Kernen taktet mit einer Frequenz von 1,4 Gigahertz, zwei Gigabyte stehen an Arbeitsspeicher zur Verfügung. Als Betriebssytem kommt Android in der Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich zum Einsatz. Ein weiteres Highlight-Feature des 10.1 ist die hauseigene Benutzoberfläche namens “TouchWiz”. Diese ermöglicht unter anderem eine spezielle Multiscreen-Option, mithilfe derer der Bildschirm geteilt werden kann, um beispielsweise gleichzeitig im Web zu surfen und ein Office-Dokument zu bearbeiten. Zudem unterstützt das Tablet eine Bild-in-Bild-Funktion.

Auch wenn der Kaufpreis des Samsung Galaxy Note 10.1 auf den ersten Blick hoch erscheint, bietet das Tablet mit seinen Oberflächen-Features, der Handschrift-Erkennung, der mehr als soliden Hardware-Ausstattung sowie umfangreicher Ab-Werk-Software einen echten Mehrwert im Vergleich zu vielen anderen Tablets dieser Zoll-Klasse und könnte möglicherweise sogar Branchenprimus Apple ein wenig kitzeln.

Apple iPad Mini: Gerüchte verdichten sich

Freitag, 20. Juli 2012

Jedes neue Apple-Produkt ist bis zu seinem Release ein streng gehütetes Geheimnis. Mit seiner Verschwiegenheitspolitik lässt der kalifornische Elektronikriese und Stylepionier Konkurrenz wie Käufer bewusst im Unklaren und erzeugt damit allzu gern ein nebulöses Rätselraten um anstehende Coups. So auch bei der offenbar schon im Herbst dieses Jahres kommenden Mini-Variante des iPad. Die Online-Ausgabe der New York Times hat vor wenigen Tagen interne Quellen zitiert, die angeblich am Projekt “iPad Mini” beteiligt sind und diesbezüglich erste Fakten enthüllt haben.

Apples neuer Tablet im Kleinformat soll demnach eine Bildschirmdiagonale von 7,85 Zoll erhalten und damit deutlich handlicher ausfallen als sein 9,7 Zoll großer Bruder. Kleines Gerät, kleiner Preis? Kennt man von Apple bisher zwar so nicht, scheint in diesem Fall aber zuzutreffen. Auch wenn bislang keine genauen Zahlen genannt wurden, schreibt die New York Times von einem “bedeutend” geringeren Preis als die knapp 500 Dollar, die amerikanische Käufer aktuell für ein Standard-iPad invenstieren müssen. Die Online-Gerüchteküche spekuliert derzeit auf einen hiesigen Preis irgendwo zwischen 190 und 270 Euro. Allerdings hat die Sache einen Haken: Laut interner Quellen verzichtet Apple zu Gunsten niedriger Kosten beim iPad Mini auf den Einbau des von anderen Geräten bekannten Retina-Displays.

Die Veröffentlichung eines Mini-Tablets wäre im Fall Apple übrigens eine 180-Grad-Wende. Noch im letzten Jahr hatte man jegliches Interesse an einer solchen Gerätevariante dementiert und dies mit mangelndem Bedienkomfort begründet. Nun aber scheint Apple vor allem angesichts kommender Konkurrenzprodukte umgedacht zu haben. Während Intimfeind Samsung sein Galaxy Tab bereits seit längerem im Kleinformat anbietet, drängen in Kürze auch die Mini-Tablets von Google (Nexus 7) und Amazon (Kindle Fire) auf den internationalen Markt. Beide zu einem angesetzten Schleuderpreis von 199 Dollar. Und auch Microsoft wird mit dem angekündigten Surface erstmals in Sachen Tablet-PC aktiv. Derzeit stammen mehr als 60 Prozent aller weltweit verkauften Tablets aus dem Hause Apple – ein überragender Marktanteil, der natürlich gehalten werden will. Mit Verweis auf Quellen aus dem Zulieferer-Umfeld des kalifornischen Konzerns berichten einige Nachrichtendienste von einem voraussichtlichen Release des iPad Mini im kommenden Oktober.