
Die Produktvielfalt bei Stabmixern ist schier unendlich: Es gibt einfache Geräte, die schlicht Mixen und Pürieren, akkubetriebene Modelle zum kabellosen Hantieren sowie ganze Rundum-Sorglos-Pakete mit jeder Menge Zubehör, die die Küchenmaschine quasi ersetzen. Mit letzteren lassen sich nicht nur Suppen und Soßen auf den Teller zaubern, sondern auch Kräuter hacken, Gemüse häckseln, Käse reiben, Eiweiß, Sahne und Milchschaum schlagen. In den Labors von Stiftung Warentest hat man für Ausgabe 08/2011 insgesamt 22 Stabmixer mit und ohne Zubehör in einer Preisspanne zwischen 10 und 130 Euro auf die Belastungsprobe gestellt. Fazit: Die Tiefpreis-Modelle machten beim simulierten Küchenalltag ausnahmslos schlapp – von Geräten um die 10 Euro raten die Tester also dringend ab. Allerdings gab es sowohl unter den einfachen Stabmixern als auch bei den Ausführungen mit Zubehör einige lobenswerte Testkandidaten. Auch die akkubetriebenen Mixer konnten durchaus überzeugen.
Wer einen guten Stabmixer mit viel Zubehör für alle Eventualitäten möchte, muss laut Test rund 80 Euro investieren. In genau dieser Preislage rangieren nämlich die beiden Testsieger Bosch MSM 7800 und Braun Multiquick 5 MR 570 Patisserie. Die Mixer überzeugten mit vielfältigen und funktionsreichen Möglichkeiten sowie einer küchenfesten Verarbeitung und erzielten die Gesamtnote 2,2. Während das Gerät von Braun vor allem beim Kneten von Teig glänzte, schnitt, hackte und rieb der Bosch-Mixer Gemüse und Käse wie ein Spitzenkoch.
Unter den Stabmixern ohne Zubehör machte der Braun Multiquick 3 MR 300 Soup die beste Figur und schaffte es auf die Endnote 1,8. Für rund 30 Euro erhält man ein schlichtes Gerät ohne Extras, das in Sachen Mixen und Pürieren allerdings keine Wünsche offen lässt. Überraschenderweise konnten die im Test vertretenen Akku-Mixer durch die Bank mit guten Noten überzeugen. Testsieger dieser Kategorie wurde der Braun Multiquick 7 cordless MR 730cc, derzeit ab rund 70 Euro gelistet, gefolgt vom Philips HR 1378 für knapp unter 100 Euro. Die akkubetriebenen Stabmixer haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Die Ladestation verbraucht laufend Strom – und zwar mit 1,6 Watt so viel wie ein Fernseher.
Erstellt am 05. August 2011 von Björn Katz
